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  Online-Verbraucherschutz e.V. legt zu 01805-Nummern nach: Offener Brief an Landrat und Kreisausschuss in Dachau  
  Online-Verbraucherschutz e.V. bittet in einem Offenen Brief Herrn Landrat Hansjrg Christmann und die Mitglieder des Kreisausschusses Dachau um Untersttzung, die kostspieligen Service-Telefonnummern mit der Vorwahl 01805 im Klinikum Dachau abzuschaffen und durch rtliche Festnetznummern zu ersetzen.  
 

OFFENER BRIEF zum Thema 01805-Nummern fr Patienten im Klinikum Dachau
 

Sehr geehrter Herr Landrat Christmann, sehr geehrte Mitglieder des Kreisausschusses,

wie Sie bestimmt in den letzten Wochen den lokalen Zeitungsnachrichten entnommen haben, hat sich unser Verein zur Thematik der Service-Telefonnummern mit der Vorwahl 01805 geuert, die im Klinikum Dachau zur Erreichbarkeit der stationren Patienten eingesetzt werden.

Die Nutzung der 01805-Servicenummern halten wir zu diesem Zweck fr unseris und dies verursacht nach unseren Berechnungen bei den Angehrigen der Patienten einen bis zu 37-fachen Preis bei Nah- und Ortsgesprchen oder in Summe 200.000 EUR Mehrkosten pro Jahr, wenn man eine durchschnittliche Nutzung zugrunde legt. Wohl gemerkt: zustzlich zur tglichen Miete und zu den Gebhren, die der Patient bereits im Krankenhaus fr seine eigenen Telefonate selbst zu zahlen hat.

Wie bereits die Dachauer SZ am 31.03.2007 berichtete, fhlte sich in hnlichen Fllen bereits die Bundesnetzagentur in Bonn auf den Plan gerufen. Im selben Artikel uert sich auch der Geschftsbereichsleiter Krankenhausmanagement bei der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) kritisch und warnt vor einem Imageverlust fr betreffende Krankenhuser.

Es freut uns sehr, dass uns durch einen Leserbrief in den Dachauer Nachrichten (Merkur) auch der Seniorenbeirat Dachau untersttzt, sind doch gerade die Senioren davon mageblich betroffen. Wir weisen nochmals darauf hin, dass gerade ltere Menschen sich mit Servicenummern nicht auskennen und damit schnell in die Kostenfalle geraten.

Die Argumente, die demgegenber Herr Helmut Reischl, Technikchef der Amperkliniken AG, vorbringt, sind unseres Erachtens Augenwischerei. Die Umstellung von 01805 auf rtliche Festnetznummern erfordert grundstzlich nicht, eine neue Telefonanlage anzuschaffen. Die Kosten fr Druck von Broschren und Patienteninformationen fallen sicherlich kaum ins Gewicht. Die Begrndung, dass man dies schlielich schon drei bis vier Jahre mache, ist sicherlich auch nicht geeignet, bei den Brgern Verstndnis fr diesen Missstand zu erhalten. Liest der aufmerksame Brger nmlich einen Tag spter, dass die Amperkliniken AG dem Landkreis fr die Klinikbeteiligung ca. 400.000 Euro berweisen kann - was nahe legt, dass ein Gewinn von 1,6 Millionen Euro in 2006 erwirtschaftet wurde -, kann sicherlich nicht von einer schwierigen Finanzsituation die Rede sein. Es gibt keinen Grund, den Brgern des Landkreises pro Jahr Mehrkosten in der Grenordnung von 200.000 Euro aufzubrden, zumal den berwiegenden Anteil eine Telefongesellschaft fr sich beansprucht.

Dennoch gehen wir davon aus, dass Ihnen als politisch Verantwortlichen bzw. dem damals zustndigen Gremium diese nachteiligen Auswirkungen bei der damaligen Gewhrung der 01805-Nummern fr die Klinik nicht bewusst waren. Uns ist auch klar, dass Telekommunikationsfirmen durch verkuferisches Talent berzeugend klingen knnen. Die Fakten legen aber nahe, dass die damalige Entscheidung nicht im Sinne der Brger des Landkreises Dachau war und es an der Zeit wre, die Allgemeinheit nun zu entlasten. Auf Druck der ffentlichkeit sind andere Krankenhuser schon mit gutem Beispiel vorangegangen und haben die 01805-Nummern ersetzt sowie Handy-Telefonie im Krankenhaus erlaubt. Bitte vergessen Sie auch nicht, dass neben der ganzen Kostendiskussion der Patient im Mittelpunkt stehen sollte und dieser braucht zur Genesung auch den sozialen Kontakt mit seinen Angehrigen, z.B. am Telefon.

Wir mchten Sie als Vertreter der Brger des Dachauer Landkreises ausdrcklich dazu ermutigen, dieses wichtige Thema doch im Kreisausschuss bei Ihrer nchsten Sitzung gemeinsam anzupacken und bei der Amperkliniken AG Ihren Einfluss entsprechend geltend zu machen. Ob der Ernsthaftigkeit des Themas wre es sicherlich nicht zielfhrend, es populistischen Wahlkmpfern im Wahljahr 2008 zu berlassen.

Online-Verbraucherschutz e.V. wird das Thema freilich weiter verfolgen und auch auf berregionaler Ebene auf diesen Missstand hinweisen. Wir wrden uns freuen, wenn wir dann bald Dachau als Positiv- und nicht als Negativbeispiel heranziehen knnten.

Wir wrden uns fr die Brger des Landkreises Dachau freuen, wenn Sie unsere Bemhungen wirksam untersttzen wrden.

Mit freundlichen Gren

Florian Mair

Vorstand Online-Verbraucherschutz e.V.
www.online-verbraucherschutz.org

 
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